Leckprüfung am eingebauten HEPA-Filtersystem
Dichtheitsprüfung endständig eingebauter Schwebstofffilter durch Aerosolbeaufschlagung und Partikelkonzentrationsmessung nach DIN EN ISO 14644-3. Wir nehmen Ihre Anfrage entgegen und klären eine mögliche Vermittlung.
Was wird bei der Leckprüfung geprüft?
Die Leckprüfung ist eine Messung des eingebauten Filtersystems zum Auffinden kleiner Leckagen und anderer Beschädigungen des Filtermediums und der Rahmendichtung. Geprüft wird die reinluftseitige Filterfläche einschließlich Halterahmen und Dichtungen: Auftretende lokal erhöhte Aerosolkonzentrationen weisen auf Leckagen, Beschädigungen des Filtermediums oder Undichtigkeiten im Bereich der Dichtungen hin.
Die Durchführung und Bewertung der Prüfung erfolgt nach den entsprechenden normativen Vorgaben, insbesondere der DIN EN ISO 14644-3.
Ablauf der Leckprüfung
Aerosolbeaufschlagung
Auf der Rohluftseite des zu prüfenden Filters wird ein Prüfaerosol (DEHS) aufgegeben.
Durchmischung
Das Prüfaerosol wird homogen im Zuluftstrom durchmischt.
Abtastung
Die reinluftseitige Filterfläche einschließlich Halterahmen und Dichtungen wird kontinuierlich mit einer Messsonde abgetastet.
Bewertung
Lokal erhöhte Aerosolkonzentrationen zeigen Leckagen, Beschädigungen des Mediums oder Undichtigkeiten an Dichtungen.
Dokumentation
Alle Messergebnisse werden nachvollziehbar im Prüfbericht festgehalten.
Eingesetzte Messtechnik
Zur Durchführung der Leckprüfung werden ein Aerosolgenerator, ein Verdünnungssystem sowie ein Streulicht-Einzelpartikelzähler (LSAPC) eingesetzt, die den Anforderungen der DIN EN ISO 14644-3:2020-08, Anhang C entsprechen. Das Verdünnungssystem dient dazu, den zulässigen Konzentrationsbereich des Partikelzählers einzuhalten und Koinzidenzfehler zu vermeiden.
🌫️ Aerosolgenerator
Erzeugt das Prüfaerosol (DEHS) und gibt es auf der Rohluftseite des Filters auf.
🎛️ Verdünnungssystem
Hält den zulässigen Konzentrationsbereich des Partikelzählers ein und vermeidet Koinzidenzfehler.
📈 Streulicht-Partikelzähler
Der LSAPC erfasst die Partikelkonzentration nach DIN EN ISO 14644-3:2020-08, Anhang C.
Für welche Filter ist die Leckprüfung relevant?
Endständig eingebaute Schwebstofffilter der Klassen H13 und H14 werden in sensiblen Bereichen eingesetzt und regelmäßig auf Dichtsitz- und Leckagefreiheit geprüft:
- Operationsräume der Raumklassen Ia und Ib
- Rüstzonen
- Sterilgutlagerräume
- Behandlungsräume der Isolierkrankenpflege
Mehr zu den Filtertypen finden Sie unter Schwebstofffilter.
Häufige Fragen zur Leckprüfung
Was ist die Leckprüfung am eingebauten Filtersystem?
Die Leckprüfung ist die messtechnische Dichtheitsprüfung endständig eingebauter HEPA-Schwebstofffilter. Sie wird auch als Filterlecktest oder Filterintegritätstest bezeichnet und dient dem Nachweis, dass am eingebauten Filter keine Leckagen auftreten.
Welches Prüfaerosol wird eingesetzt?
Zur Durchführung wird auf der Rohluftseite des zu prüfenden Filters ein Prüfaerosol aufgegeben. Als Prüfaerosol kommt DEHS (Di-Ethyl-Hexyl-Sebacat) zum Einsatz. Dabei wird auf eine homogene Durchmischung des Prüfaerosols im Zuluftstrom geachtet.
Wie läuft die Prüfung ab?
Nach der Aerosolbeaufschlagung wird die reinluftseitige Filterfläche einschließlich Halterahmen und Dichtungen kontinuierlich mit einer geeigneten Messsonde abgetastet. Dabei wird überprüft, ob lokal erhöhte Aerosolkonzentrationen auftreten, die auf Leckagen hinweisen.
Welche Messgeräte kommen zum Einsatz?
Zur Durchführung werden ein Aerosolgenerator, ein Verdünnungssystem sowie ein Streulicht-Einzelpartikelzähler (LSAPC) eingesetzt, die den Anforderungen der DIN EN ISO 14644-3:2020-08, Anhang C entsprechen.
Wer darf die Leckprüfung durchführen?
Die Prüfung sollte von einer vom Lieferanten und Errichter unabhängigen Prüfstelle mit kalibrierter Messtechnik durchgeführt werden. Wir vermitteln Anfragen an unabhängige Prüfstellen deutschlandweit.
Weiterführende Seiten
- Filterintegritätstest – Überblick über die Prüfung
- Aerosolmessung – Prüfaerosol und Messtechnik
- Partikelmessung – Partikelkonzentrationsmessung
- DIN EN ISO 14644-3 – die maßgebliche Prüfnorm
- Kosten – Einordnung des Aufwands
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